Das geht auch umweltfreundlich – Shoppen im Netz Neu
Weite Lieferwege, haufenweise Verpackungen und lästige Retouren. Jede Online-Bestellung wird zur Umweltsünde – es sei denn, wir beachten ein paar wichtige Regeln. Klicken und kaufen – ganz bequem von zu Hause aus. Shopping im Internet ist für uns selbstverständlich geworden,...
Weite Lieferwege, haufenweise Verpackungen und lästige Retouren. Jede Online-Bestellung wird zur Umweltsünde – es sei denn, wir beachten ein paar wichtige Regeln.
Klicken und kaufen – ganz bequem von zu Hause aus. Shopping im Internet ist für uns selbstverständlich geworden, Waren zurückzuschicken aber auch. 550 Millionen Pakete gingen im Jahr 2025 retour. Ein Rekordhoch! Rücksendungen sind jedoch nicht das einzige (Umwelt-)Problem im Onlinehandel. Hinzu kommen Herstellung, Transport und Plastikmüll. Worauf kommt es also an, wenn wir digital einkaufen?
Gute oder schlechte Stoffe?
Laut Experten beginnt die Umweltbelastung bereits bei der Produktion. Entscheidend ist demnach: Was bestellen wir? Für die Bluse, die zu 100 Prozent aus Polyester besteht und in China gefertigt wurde, gibt es sicherlich klimafreundlichere Alternativen. In Onlineshops, die sich auf nachhaltige Mode spezialisiert haben, finden Sie Kleidung aus recycelten Stoffen, aus Bio-Baumwolle, Leinen oder Hanf. Achten Sie beim Onlineshopping daher am besten auf Siegel wie Fair Wear Foundation, GOTS (Global Organic Textile Standard) oder Der Grüne Knopf. Oder Sie kaufen Second-Hand-Kleidung – der Vintage-Look ist in!
Mit 70 Prozent nehmen Klamotten die Spitzenposition aller Online-Einkäufe ein. Dicht darauf folgen Elektronikartikel (59 Prozent). Auch hier lohnt sich ein Blick in das umfangreiche Refurbished-Angebot. Gebrauchte, aber generalüberholte Geräte mit Garantie erfüllen ihren Zweck genauso wie Neuware – nur nachhaltiger und ressourcenschonender.
Retouren müssen nicht sein
Da wir beim Onlinekauf nichts anprobieren oder testen können, kommt es häufig zu Rücksendungen. Diese müssen verpackt und transportiert werden. Der CO2-Ausstoß dadurch ist enorm. Um dies zu vermeiden, empfiehlt das Umweltbundesamt, Produktbeschreibungen genau zu lesen und Kundenbewertungen zu studieren. Geht es um Kleidung, helfen Größentabellen und Erfahrungsberichte, Fehlkäufe zu minimieren.
Bestellung im Bundle
Zwei oder mehr Artikel auf einmal zu ordern, spart nicht nur Transportwege und Verpackungsmüll, sondern auch Geld. Denn müssen Sie für jedes Teil Versandkosten zahlen, kommt früher oder später ein sattes Sümmchen zusammen. Also versuchen Sie, einzelne Spontankäufe gering zu halten. Am sinnvollsten sind Sammelbestellungen, die Sie für Familie, Freunde oder Nachbarn aufgeben. Ein prallvoller digitaler Warenkorb für alle bedeutet für den Fahrer weniger Wege, Sprit und Zeit – und für die Umwelt ein Aufatmen.
Paket kommt
Maßgeblich für mehr Nachhaltigkeit ist die „letzte Meile“. Gemeint ist die Strecke vom Paketzentrum bis zu Ihrer Wohnungstür. Denn sind Sie nicht zu Hause und können die Sendung nicht in Empfang nehmen, fährt der Lieferdienst meist wieder und versucht am Folgetag erneut, Sie anzutreffen. Warum also die Lieferung nicht direkt an eine Paketstation oder einen Paketshop schicken? Auch die Abstellgenehmigung an einem Wunschort (unterm Carport oder beim Nachbarn), hilft, unnötige Mehrfahrten zu verhindern.
Mehrweg statt Müll
Onlineware ist gut verpackt – in Folie und Plastik. Wie umweltschädigend! Einige Händler bieten mittlerweile Mehrweg-Verpackungssysteme an oder den Versand ohne zusätzliche Umverpackung. Einfach mal nachforschen.
Bewusst Online-Bummeln
Dreh- und Angelpunkt bei Onlinebestellungen ist die Frage: „Brauche ich das wirklich?“ Rabattaktionen wirken zwar verlockend, verleiten aber häufig zu Käufen, die wir schnell wieder bereuen. Wer bewusster konsumiert und Angebote kritisch hinterfragt, shoppt umweltfreundlicher im Netz.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de
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